1. Für wen diese Regeln gelten
TashOS richtet sich ausschließlich an Unternehmen, also an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB. Das ist für die Frage der Erstattung entscheidend, weil sich Verbraucher und Unternehmer hier deutlich unterscheiden.
Das gesetzliche Widerrufsrecht von 14 Tagen nach § 355 BGB gilt nur für Verbraucher bei Fernabsatzverträgen (§ 312g Abs. 1 BGB). Als Unternehmen haben Sie dieses Recht nicht. Wer Ihnen als B2B-Anbieter ein „gesetzliches Widerrufsrecht“ verspricht, verwechselt etwas – wir tun das hier bewusst nicht.
Stattdessen räumen wir Ihnen die unten beschriebenen vertraglichen Rechte freiwillig ein. Sie gelten zusätzlich zu Ihren gesetzlichen Ansprüchen und schränken diese nicht ein.
2. Testen statt widerrufen
Der wirksamste Schutz vor einer Fehlentscheidung ist, vorher zu prüfen. Deshalb gibt es TashOS 14 Tage kostenlos und ohne Hinterlegung von Zahlungsdaten. Die Testphase endet automatisch und geht nur dann in ein kostenpflichtiges Abonnement über, wenn Sie das ausdrücklich bestätigen.
3. Freiwillige Zufriedenheitsgarantie
Sind Sie innerhalb der ersten 14 Tage nach Beginn des ersten kostenpflichtigen Abrechnungszeitraums nicht zufrieden, erstatten wir die bereits gezahlte Vergütung für diesen Zeitraum vollständig. Es genügt eine formlose Nachricht in Textform an daniyaldatis@gmail.com. Eine Begründung ist nicht erforderlich.
Diese Garantie gilt einmalig je Kunde und nicht nach einer Vertragsverlängerung.
4. Laufende Abrechnungszeiträume
Nach Ablauf der Zufriedenheitsgarantie gilt: Die Vergütung wird im Voraus für den jeweiligen Abrechnungszeitraum berechnet. Kündigen Sie während eines laufenden Zeitraums, bleibt der Zugang bis zu dessen Ende bestehen; eine anteilige Rückzahlung für die verbleibenden Tage erfolgt nicht.
Reduzieren Sie die Zahl der Mitarbeiterkonten, wirkt sich das ab dem nächsten Abrechnungszeitraum aus.
5. Wenn TashOS nicht funktioniert
Hier greifen Ihre gesetzlichen Rechte, und die sind stärker als jede freiwillige Zusage. Weil es sich bei einer zeitlich befristeten Softwareüberlassung gegen Entgelt um ein mietähnliches Verhältnis handelt, gelten die §§ 535 ff. BGB entsprechend:
- Minderung nach § 536 BGB: Ist die Nutzbarkeit erheblich eingeschränkt – etwa durch einen längeren Ausfall, den wir zu vertreten haben – mindert sich die Vergütung für diesen Zeitraum automatisch, ohne dass Sie dafür etwas erklären müssen.
- Schadensersatz nach § 536a BGB, soweit uns ein Verschulden trifft; die Haftungsgrenzen aus § 9 unserer Nutzungsbedingungen gelten entsprechend.
- Außerordentliche Kündigung nach § 314 BGB, wenn Ihnen die Fortsetzung des Vertrags nicht mehr zuzumuten ist. In diesem Fall erstatten wir die im Voraus gezahlte Vergütung für den noch nicht genutzten Zeitraum anteilig.
Melden Sie eine Störung bitte zuerst an daniyaldatis@gmail.com, damit wir sie beheben können. Wir dürfen nacherfüllen, bevor weitergehende Ansprüche greifen.
6. Fehlerhafte Abbuchungen
Wurde Ihnen ein Betrag doppelt oder ohne Rechtsgrund berechnet, erstatten wir ihn unabhängig von allen Fristen vollständig. Grundlage ist § 812 Abs. 1 BGB: Was ohne rechtlichen Grund erlangt wurde, ist herauszugeben. Melden Sie solche Fälle bitte an daniyaldatis@gmail.com; wir veranlassen die Rückzahlung innerhalb von 5 Werktagen.
7. Ablauf einer Erstattung
Erstattungen erfolgen grundsätzlich über dasselbe Zahlungsmittel, mit dem gezahlt wurde. Eine Bearbeitungsgebühr fällt nicht an. Die Dauer bis zur Gutschrift richtet sich nach Ihrem Zahlungsdienstleister und liegt üblicherweise bei wenigen Werktagen.
Nach einer vollständigen Erstattung endet der Zugang zu TashOS. Ihre Daten stellen wir Ihnen vorher für 30 Tage zum Export bereit, wie in § 7 der Nutzungsbedingungen beschrieben.
8. Wann wir nicht erstatten
Offen gesagt gehört das genauso auf diese Seite wie der Rest. Keine Erstattung gibt es bei einer Kündigung nach Ablauf der Zufriedenheitsgarantie für den bereits begonnenen Zeitraum, bei einer von uns ausgesprochenen Kündigung aus wichtigem Grund wegen eines erheblichen Verstoßes gegen die Nutzungsbedingungen, und bei Ausfällen, die wir nicht zu vertreten haben – etwa einer Störung Ihrer eigenen Internetverbindung.
